Liebe Kollegin, lieber Kollege,

2026 ist ein entscheidendes Jahr der Mitbestimmung: In vielen Betrieben wählen wir neue Betriebsräte, Schwerbehindertenvertretungen sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen. In einigen Volkswagen-Standorten kommen auch Vertrauensleutewahlen und neue Leitungsfunktionen hinzu.

Klar ist: Ihr seid das Rückgrat der Mitbestimmung im Betrieb – und sorgt dafür, dass die Interessen der Beschäftigten gehört und gewahrt werden. Dabei wollen wir euch mit unseren Bildungsangeboten gezielt unterstützen und stärken.

Der Blick auf Europa und die Welt zeigt uns: Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Konflikte. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen im vierten Jahr an. Die Eskalationen im Nahen Osten prägen unseren Alltag und die Gespräche – auch in den Betrieben. Gleichzeitig erleben wir eine Zunahme von Antisemitismus und rassistischen Haltungen – in sozialen Medien, in Diskussionen, in der Gesellschaft.

Diese Realität fordert uns alle heraus – auch in der Bildungsarbeit. Umso wichtiger ist es, dass wir klare Haltung zeigen. In unseren Seminaren und Betrieben ist kein Platz für Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung. Unsere Antwort bleibt: Solidarisch diskutieren. Miteinander handeln. Gemeinsam Haltung zeigen.

Wir haben im Bildungsbereich eine strukturierte Bildungsdebatte angestoßen: Wir stellen unsere Strukturen, Formate und Angebote auf den Prüfstand. Was muss bleiben, weil es gut ist? Was braucht Veränderung? Und wo ist Raum für Neues?

Diesen Prozess gestalten wir gemeinsam – beteiligungsorientiert und offen für neue Impulse. Wir freuen uns auf gute Diskussionen, ehrliche Rückmeldungen und mutige Ideen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referentinnen und Referenten, die mit Engagement, Fachwissen und Zeit unsere Bildungsarbeit tragen.

Viel Freude beim Lesen – und bis bald im Seminar!

Thorsten Gröger
und
Nina Hulm