Sozialstaat mit Zukunft: Ist der Sozialstaat noch zu finanzieren?

Es wird viel von der Krise der Renten- und Krankenversicherung geredet. Seit 30 Jahren liegt aber der Anteil der Sozialausgaben, gemessen an der Volkswirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt, BIP), stabil bei ca. 30 Prozent. Die Ausgabenentwicklung scheint deshalb nicht das Hauptproblem zu sein. Entscheidend ist die Erosion der Beitragseinnahmen, bedingt durch Faktoren wie demografische Entwicklung, Arbeitslosigkeit und Teilzeitjobs sowie die Einkommensentwicklung wie z. B. im Niedriglohnsektor. Diese Entwicklung gefährdet die Grundlagen unserer Sozialsysteme.

Es soll ein Vergleich ausgewählter europäischer Sozialsysteme vorgenommen werden, um alternative Modelle kennen zu lernen. Es geht darum, gemeinsam gewerkschaftspolitische Alternativen für eine solidarische Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Rentenpolitik sowie deren Finanzierung kennen zu lernen und zu diskutieren.

Inhalte

  • Die Grundlagen des Sozialsystems in Deutschland
  • Das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben
  • Aktuelle Entwicklungen und Ursachen
  • Die Situation in der EU an ausgewählten Beispielen
  • Die Rechtsprechung des EuGH zum kollektiven Arbeitsrecht
  • Alternativen sind möglich – Spurensuche und Finanzierungsmodelle
  • Handlungsmöglichkeiten als betriebliche und gewerkschaftliche Interessen­vertretung

Zielgruppe

Interessierte ArbeitnehmerInnen und IG Metall-Mitglieder. Besonders Mitglieder von Vertrauenskörperleitungen und ehrenamtliche ReferentInnen. Der vorherige Besuch des A1/J1-Seminars wird empfohlen.

Seminarausschreibung
Veranstaltungsort
Bildungszentrum HVHS Hustedt e.V.
Zur Jägerei 81
Hustedt (Celle)
Freistellung
  • NBildUG
  • BildFG
Zugang für Geschäftsstelle
  • Offen für alle