Utopien denken, Realität verändern - Ökologischer Umbau der Industrie

Worum geht es?

Das Thema Klimapolitik ist spätestens seit Fridays for Future in aller Munde. Ein „weiter so“ in der Ar-beits- und Lebenswelt wird nicht möglich sein, wenn wir unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Erde hinterlassen wollen. Von dieser allgemeinen Feststellung zu einer konkreten Umstellung ist jedoch ein weiter Weg.

Bei der Dramatik des Problems, wird es nicht aus-reichen, ein bisschen bewusster einzukaufen und einmal weniger in Urlaub zu fliegen. Vielmehr steht – wenn wir diesen Schritt wirklich ernsthaft machen wollen – eine komplette Umstellung unserer Le-bensweise und ein ökologischer Umbau unseres Wirtschaftens auf der Agenda. Dies wird sowohl eine Veränderung der Produkte (z.B. Automobile) wie auch der Produktion bedeuten und sorgt dafür, dass die Industrie und die dort Arbeitenden besonders betroffen sein werden.

Diese Umstellung kann jedoch nur gelingen, wenn diese Transformation sozial und gerecht gestaltet wird, so dass keine*r Angst haben muss, wie sie oder er morgen das Leben bestreiten kann. An dieser Stelle kommen die Gewerkschaften und die betrieblichen Interessensvertreter*innen als ent-scheidende Akteure des sozial-ökologischen Umbaus ins Spiel. Denn ohne eine aktive Einbeziehung der Beschäftigten, kann die ökologische Transformation zu einem sozialen Fiasko werden.

Es geht also darum diese notwendige Transformation im Sinne der Beschäftigten zu gestalten.

Inhalte des Seminars:

Wir wollen uns eine Woche Zeit nehmen, um uns inten-siv mit der aktuellen Situation zu beschäftigten und Ideen für ein ökologischeres und sozialeres Morgen zu entwickeln.
Dabei werden wir uns zu Beginn des Seminars, mit der aktuellen wirtschafts- und sozialpolitische Situation zwischen Klimakrise, Digitalisierung und einer Rezession in Folge der Corona-Krise auseinanderset-zen.

Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit einem möglichen ökologischen Umbau der Industrie. Dabei steht für uns die Frage im Mittelpunkt: Wie kann die Transformation der Industrie sozial und gerecht gestaltet werden? Dazu werden wir uns aktuelle Trends, politische Beschlüsse und Reformalternativen anschauen. Wir werden uns daran anschließend, mit den Möglichkeiten von Staat, Gewerkschaften und betrieblichen Interessensvertreter*innen auseinandersetzen diesen Umbau zu gestalten und dabei ein Fokus auf Tarif-, Industrie- und Strukturpolitik werfen.

Am Ende wollen wir uns Zeit und Raum nehmen um gemeinsam Utopien zu denken und Fragen von Demokratie und einem sozial-ökologischen Wirtschaften gemeinsam zu diskutieren.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an interessierte Ar-beitnehmer*innen und IG Metall-Mitglieder. Besonders geeignet für Vertrauenskörper-leitungen, Referent*innen und Betriebsräte der IG Metall. Der vorherige Besuch des A1/Jugend1-Seminars und vertiefender VL-Module wird empfohlen.

Seminarausschreibung
Veranstaltungsort
IG Metall-Bildungszentrum Beverungen
Elisenhöhe
Beverungen
Freistellung
  • NBildUG
Zugang für Geschäftsstelle
  • Offen für alle